Psychotherapie
- Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten zu typischen Fragen zur Psychotherapie und Beratung.
Weiter unten auf der Seite sind häufige Beschwerden aus dem Behandlungsalltag aufgelistet.
Auch wenn Ihre Fragen dadurch nicht beantwortet werden oder Sie sich möglicherweise bei diesen Beschreibungen nicht wiederfinden, melden Sie sich trotzdem gerne und wir können gemeinsam erkunden, ob eine Psychotherapie, eine psychologische Beratung oder ein Coaching für Sie passend ist.
Was ist Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das eine systematische Verbesserung der zu behandelnden Probleme anstrebt. Die Wirksamkeit ist bei einem breiten Spektrum an psychischen und psychosomatischen Erkrankungen und Verhaltensproblemen wissenschaftlich belegt.
Die Verhaltenstherapie entwickelt sich dabei stetig weiter und integriert neue störungsspezifische und störungsübergreifende Interventionen in vorhandenes Repertoire. So kann eine verhaltenstherapeutische Therapie neben "typischen" Bausteinen wie z.B. umfangreicher Diagnostik, Erläuterungen zur Erkrankung, Hinterfragen von Problematiken, Aufgaben zwischen den Sitzungen, Hilfe zur Selbsthilfe, Expositions- und Verhaltensübungen auch "neuere" Bausteine beinhalten. Hier sind beispielsweise Achtsamkeit, Stressmanagement, Selbstverbalisation, Schematherapie, emotionsfokussierte Übungen wie Stuhlarbeit und Imaginationsübungen zu nennen.
"Brauche ich überhaupt eine Psychotherapie?!"
Psychotherapie hat noch bei einigen Menschen einen schlechten Ruf: "So schlecht geht's mir jetzt auch noch nicht!". Psychotherapie kann aber auch schon sehr hilfreich sein, bevor alles zusammenbricht. Rechtzeitige Hilfe kann Krisen abfedern oder auch komplett vermeiden.
Die Frage, ob eine Psychotherapie für Sie hilfreich und sinnvoll sein kann, lässt sich am besten in einem gemeinsamen Gespräch klären. Unten finden Sie noch einige Beispiele für häufige Beschwerden aus dem Behandlungsalltag.
Ablauf einer Psychotherapie in unserer Praxis
Erstgespräch
In einem Erstgespräch erhalten wir die Möglichkeit uns persönlich kennenzulernen. Dieser erste Kontakt ist sowohl für Sie als auch uns sehr wichtig. Hier entsteht ein erster Eindruck davon, ob die gegenseitige Wertschätzung und Sympathie für eine Vertrauensbasis vorhanden ist und ob wir Ihnen aus unserer Sicht mit Ihrem Anliegen weiterhelfen kann. Für die Vereinbarung eines Erstgesprächs schreiben Sie am Besten eine Mail (s. Kontakt).
Probatorik
In weiteren sogenannten Probesitzungen wird vor Beginn der Psychotherapie eine ausführliche Diagnostik durchgeführt, ein Problemverständnis entwickelt, eine Diagnose gestellt und erste Ziele und Veränderungswünsche besprochen. Wir erläutern Ihnen, wie die Behandlung konkret aussehen könnte, und mit Ihrer Therapeutin entscheiden Sie gemeinsam, ob Sie eine Psychotherapie bei uns beginnen und (falls gewünscht) einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen möchten.
Psychotherapeutische Behandlung
Nach dieser Probephase haben Sie gemeinsam mit Ihrer Psychotherapeutin einen Fahrplan erarbeitet, um sich mithilfe verschiedener Methoden der Bewältigung Ihrer Problematiken zu widmen und mit der Psychotherapie im eigentlichen Sinne zu beginnen. Der Schwerpunk liegt hier insbesondere auf der Entwicklung neuer, lösungsorientierter Perspektiven und Strategien.
Die Dauer einer Psychotherapie kann je nach Problemlage variieren. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen unterscheiden Kurzzeittherapien (24 Sitzungen) und Langzeittherapien (max. 60 bzw. 80 Sitzungen). Ob und in welchem Umfang Private Krankenversicherungen die Kosten für eine Psychotherapie erstatten, hängt vom gewählten Tarif ab. Meist begrenzen Private Krankenversicherungen die Sitzungen pro Kalenderjahr.
Datenschutz & Schweigepflicht
Als Psychotherapeut*innen sind wir an die Schweigepflicht gebunden. Alle uns erteilten Informationen werden von uns vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Hinweis: Der Austausch über eMail erfolgt meist unverschlüsselt und ist damit nicht sicher und kann eventuell durch Dritte eingesehen und manipuliert werden. Es ist möglich, dass dadurch persönliche Sachverhalte unbefugten Dritten bekannt werden. Die elektronischen Kommunikationswege werden wir im Wesentlichen für Terminabsprachen nutzen.
Was kostet mich eine Psychotherapie?
Infos hierzu finden Sie unter "Honorar".
Häufige Behandlungsgründe
Es gibt eine Vielzahl von psychischen Problemen, bei denen eine Psychotherapie helfen kann. Unabhängig von der Art Ihrer Symptome sind Sie in unserer Praxis willkommen und gut aufgehoben.
Auf der rechten Seite finden Sie Beispiele der Beschwerden aus der Behandlungspraxis.
Abhängigkeit / Sucht
Eine Abhängigkeit / Sucht kann für Substanzen (legal und illegal) oder auch für die Ausführung bestimmten Verhaltens (z.B. Computerspielen oder Einkaufen) bestehen. Es besteht ein starkes, unbezwingbares Verlangen, diese Substanzen zu sich zu nehmen oder das Verhalten auszuführen. Es soll dadurch ein erwünschter Zustand herbeigeführt oder ein unangenehmer Zustand gelindert werden. So können z.B. Alkohol oder Drogen genommen werden, um die Stimmung zu verbessern oder um Stress abzubauen.
Typisch für eine Abhängigkeit / Sucht ist auch, dass weitergemacht wird, obwohl dies für Betroffene/n und / oder Mitmenschen negative Konsequenzen hat. Ein Beispiel wäre, weiterhin Drogen zu nehmen, obwohl Arbeits- oder Schulleistungen immer mehr nachlassen oder es immer wieder zu Streit mit nahen Angehörigen kommt.
Auch nimmt die Sucht im Leben einen immer größeren Raum ein und andere Aktivitäten, Interessen oder Verpflichtungen werden mehr und mehr vernachlässigt. Die Sucht hat mit der Zeit nicht nur negative psychische Folgen, sondern wirkt sich auch negativ auf die körperliche Gesundheit und die sozialen Beziehungen aus.
Weitere Merkmale sind, immer mehr die Kontrolle über das eigene Verhalten zu verlieren und immer mehr von der Substanz konsumieren zu müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen (Toleranzentwicklung). Der Übergang von normalem Konsum zu Gewöhnung, Missbrauch und schließlich Abhängigkeit ist dabei oft fließend.
Quelle: www.therapie.de
Akute Krisensituationen
Eine akute Krise kann aus einer kurzfristigen Belastung (wie einer Schockreaktion aufgrund einer realen Gefahrensituation) resultieren oder die Folge einer länger andauernden Belastung sein. Weiter kann diese zum Beispiel durch Verlusterlebnisse oder Enttäuschungen, traumatische Erlebnisse, psychosoziale Konflikte, lebensverändernde Umstände oder Umbrüche, Entwurzelung oder Vereinsamung ausgelöst werden. Dies kann jeden Menschen treffen, unabhängig von Alter, Bildung, Beruf, Herkunft und sozialem Status.
Die Symptome sind vielfältig, wenn Menschen mit Situationen oder Lebensumständen konfrontiert werden, die sie momentan nicht bewältigen können, weil die gewohnten Verhaltensstrategien nicht funktionieren oder zusammenbrechen. Die Gedanken sind zerstreut, drehen sich im Kreis und können nicht sinnvoll zu Ende gebracht werden. Manchmal sind die eigenen Gefühle nur schwer wahrnehmbar. Sie können aber auch so intensiv auftreten, dass sie schwer zu kontrollieren sind und beispielsweise Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit oder Trauer als übermächtig und bedrohlich erscheinen. Grundsätzlich können verschiedene Symptome mit unterschiedlicher Intensität auftreten, wie unter anderem Anspannung, Angst, Aggressivität, Verwirrtheit oder auch eine Verengung der Wahrnehmung bis hin zu Wahn und Halluzinationen.
Sobald unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung (insbesondere Suizidgefährdung) besteht, sollte man sofort einen psychiatrischen Notdienst, den Rettungsdienst (112) oder die Polizei verständigen.
Angststörungen / Phobien
Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Doch, wenn die Angst übermäßig ist, sie keine Lebensfreude mehr empfinden und im Grunde nicht mehr handlungsfähig sind, sollten Sie sich Hilfe holen.
Es gibt verschiedene Arten von Angststörungen, welche unter anderem durch diese beiden Kritierien beschrieben werden können:
- Die Angst ist im Vergleich zur tatsächlichen Bedrohung unangemessen oder deutlich übertrieben.
- Der oder die Betroffene ist durch die Angst erheblich psychisch und körperlich belastet.
Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn:
- die Angst stark ausgeprägt ist, lange anhält und mit ausgeprägten körperlichen Symptomen verbunden ist
- und /oder zu starken Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen führt.
Quelle: www.therapie.de
Bipolare Störung / Manie
Die bipolare Störung ist gekennzeichnet durch Phasen (2 Wochen bis mehrere Monate) von Hypomanien, Manien und Depressionen, zwischen denen es durchaus lange beschwerdefreie Phasen geben kann.
In den manischen Phasen trauen sich Betroffene alles zu, überschätzen ihre Leistungsfähigkeit und Kreativität völlig und haben einen derart gesteigerten Antrieb, dass sie kaum noch schlafen müssen. Sie fühlen sich großartig, was sich bis zum Wahn steigern kann. Sie reden ohne Unterlass, verhalten sich häufig außerhalb sozialer Konventionen und kommen ihren eigenen Ideen selbst kaum noch hinterher. Die Stimmung kann auch in Gereiztheit umschlagen und sich bis zu einem aggressiven Erregungszustand steigern.
Bei einer Hypomanie ist die Symptomatik sehr ähnlich einer Manie, aber deutlich schwächer. Die manische Phase endet meist mit einem Abrutschen in die Depression.
Die Länge und der Schweregrad der Phasen können sehr unterschiedlich sein. Die meisten Betroffenen erleben mehr und längere depressive Phasen. Es gibt aber auch Verläufe, in denen fast nur manische Episoden vorkommen.
Quelle: www.therapie.de
Burnout
Mit dem Begriff Burnout wird ein Erschöpfungszustand bezeichnet, der als Reaktion auf andauernden Stress und Überlastung am Arbeitsplatz auftritt. Dies macht sich anhand unterschiedlichster Symptome bemerkbar und tritt in vielfältigen Varianten und sehr individuellem Maße auf.
Burnout geht mit emotionaler Erschöpfung, einem Gefühl von Überforderung sowie reduzierter Leistungszufriedenheit einher. Die Symptomatik überlappt mit der diverser anderer Störungsbilder (z. B. Depression). Burnout-Syndrome können mit eher unauffälligen Frühsymptomen beginnen und bis hin zu völliger Arbeitsunfähigkeit führen.
Depression
Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung - das Risiko, im Lauf seines Lebens mindestens einmal an der Störung zu erkranken, liegt bei 15 bis 20 Prozent.
Eine depressive Episode ist durch drei Hauptsymptome gekennzeichnet: 1. tiefe Niedergeschlagenheit/ gedrückte Stimmung, 2. die Unfähigkeit, Freude und Interesse an Alltagsaktivitäten oder Vergnügungen zu empfinden, 3. verminderter Antrieb – Betroffene sind weniger aktiv als sonst, ziehen sich vor anderen zurück und haben häufig Schwierigkeiten, sich selbst zu alltäglichen Dingen aufzuraffen.
Diese Symptome werden oft von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Ängsten und ausgeprägten Sorgen um die Zukunft begleitet. Viele Betroffene leiden auch unter Schlafstörungen, haben wenig Appetit und verlieren an Gewicht - andere neigen zu übermäßigem Essen und nehmen deutlich an Gewicht zu. Das Denken und Handeln kann verlangsamt sein oder Betroffene fühlen sich ständig innerlich unruhig, so dass es ihnen schwerfällt, stillzusitzen.
Zugleich haben Menschen mit Depressionen Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, fühlen sich ständig müde / energielos und haben weniger Interesse an Sexualität. Auch das Selbstwertgefühl kann deutlich vermindert sein: Erkrankte fühlen sich minderwertig, machen sich selbst schlecht und leiden häufig unter übertriebenen Schuldgefühlen. Oft ist eine Depression auch von körperlichen Beschwerden oder Schmerzen begleitet, für die sich keine organische Ursache finden lässt.
Für einen Außenstehenden ist meist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass eine Person an einer Depression erkrankt ist. Die typischen Symptome können in unterschiedlichen Schweregraden und unterschiedlicher Zusammenstellung auftreten und sich in ihrer Dauer deutlich unterscheiden.
Quelle: www.therapie.de
Essstörungen
Was ist ein normaler Umgang mit Essen? Was ist zu dick, zu dünn und vor allem was ist normal? Und haben nur magersüchtige oder fettleibige Personen Essstörungen?
Viele Menschen leiden bereits unter Essstörungen, bevor sie durch extremes Unter- oder Übergewicht, starke Gewichtsschwankungen, totale Nahrungsverweigerung bzw. übermäßige Nahrungsaufnahme, physische Folgeerkrankungen (wie Kreislaufprobleme), psychische Probleme (wie Stimmungsveränderungen), Leistungsveränderung oder soziale Begleiterscheinungen auffallen. Alle Betroffenen haben eines gemeinsam: sie müssen sich ständig mit „Essen“ beschäftigen, sind stark auf das Thema fixiert. Eine Diät kann zur „Einstiegsdroge“ in die Essstörung werden.
Quelle: www.therapie.de
Persönlichkeitsstörungen
Bei Persönlichkeitsstörungen sind bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur und des Verhaltens in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel oder wenig angepasst. Dies kann je nach Persönlichkeitsstörung unterschiedlich aussehen und zeigt sich in zwischenmenschlichen Beziehungen, beim Erleben von Gefühlen, bei der Wahrnehmung der Realität, bei der Kontrolle von Impulsen und bei der Wahrnehmung der eigenen Person.
Am auffälligsten sind die Störungen im Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen, was sich bei Freundschaften, im Familienleben, aber auch im beruflichen Bereich ungünstig auswirken kann.
Quelle: www.therapie.de
Psychoonkologie
Die Diagnose Krebs konfrontiert Erkrankte und ihre Angehörige mit einer existenziellen Situation und löst zuerst eine Krise aus. Viele erleben beispielsweise folgende Reaktionen: Sturz aus der Wirklichkeit, Verleugnung, Depression, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Ausgeliefertsein, Schock, Angst, Aggression, Trauer, Anspannung, Ungeduld, Verunsicherung, Misstrauen und Rückzug.
Aufgrund der langen Dauer der Erkrankung und Krebs-Therapieformen verändern sich für Erkrankte häufig soziale Strukturen und funktionale Rollen. Möglicherweise muss der Arbeitsplatz oder die Selbstständigkeit aufgegeben oder früher in Rente gegangen werden, was mit finanziellen Einbußen verbunden sein kann. Weil man wesentlich mehr Zeit zu Hause verbringt und sich auch nicht mehr im vorherigen Maße für andere einsetzen kann, ändern sich Rollen in der Familie und im Freundeskreis. Soziale und körperliche Abhängigkeit von Hilfssystemen löst ein vorher eher unabhängiges Leben ab.
Quelle: www.therapie.de
Psychosomatische Beschwerden
Körperliche Missempfindungen ohne eine klare organische Ursache kennen die meisten Menschen hin und wieder, beachten diese aber meist wenig. Man spricht von einer somatoformen Störung, wenn diese Beschwerden chronisch werden, ihr Ausmaß nicht durch organische Ursachen erklärt werden kann und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt ist.
Symptome können hier sehr vielfältig sein: Schmerzsymptome (zum Beispiel Kopfschmerzen, Brustschmerzen oder Rückenschmerzen), Müdigkeit / Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Symptome des Herz-Kreislauf-Systems, sexuelle Störungen und Symptome, die das Nervensystem betreffen (zum Beispiel Schwindelgefühle).
Quelle: www.therapie.de
Schlafstörungen
Phasen mit schlechtem Schlaf kennt fast jeder: Einschlafschwierigkeiten, nachts unruhiges Hin-und-Herwälzen und Müdigkeit am nächsten Morgen mit fehlender Erholung. Meist ist dies vorübergehend und eher leicht ausgeprägt, so dass man noch nicht von einer Schlafstörung spricht.
Schlafstörungen gehören in der westlichen Welt zu den am häufigsten genannten Gesundheitsbeschwerden. Von einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung spricht man, wenn Symptome über einen bestimmten Zeitraum (meist einen Monat oder länger) bestehen, wenn die Schlafschwierigkeiten bedeutsame Leiden oder Beeinträchtigungen hervorrufen und wenn Betroffene dadurch in beruflichen oder sozialen Funktionen deutlich beeinträchtigt sind.
Quelle: www.therapie.de
Sexuelle Schwierigkeiten
Von einer sexuellen Funktionsstörung wird gesprochen, wenn individuelle Ansprüche an eine erfüllte Sexualität nicht erreichbar sind und dadurch Leidensdruck entsteht. Unterschieden werden zwischen primären (lebenslang bestehenden), sekundären (erworbenen), generalisierten (stets vorhandenen) und situativen (nur in bestimmten Situationen auftretenden) sexuellen Dysfunktionen. Dies kann jeweils psychische und / oder organische Ursachen haben.
Starke Sorgen
Sorgen kennt jeder - diese sind im Alltag wichtig, um z.B. Gefahren im Alltag zu erkennen oder sich auf Dinge ausreichend vorzubereiten. Werden diese Sorgen jedoch übermäßig und unkontrollierbar, kann dies auf eine Generalisierte Angststörung hindeuten. Dies ist häufig verbunden mit körperlichen Symptomen wie Magen-Darm-Problemen, Verspannungen, Kopfschmerzen, etc.
Suizid
Suizid und Suizidversuche können im Rahmen vieler psychischer Erkrankungen auftreten, werden in unserer Gesellschaft aber wenig thematisiert. Betroffene und Angehörige fühlen sich aus diesem Grund häufig alleine gelassen und überfordert damit.
Die folgenden Merkmale können, müssen aber nicht zwangsläufig auf Suizidabsichten hinweisen: Indirekte Ankündigungen, Gefühle tiefer Hoffnungslosigkeit, plötzliche Verhaltensänderungen, sozialer Rückzug, Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes, verändertes Essverhalten, plötzliche und intensive Beschäftigung mit dem Thema Tod und Sterben, Informieren über Sterbemittel und -methoden, unerwartete Besuche oder Anrufe, in denen sich verabschiedet wird, plötzliches Klären von Familienangelegenheiten, Aufsetzen eines Testaments oder das Weggeben persönlicher Gegenstände. Ist eine Person, die genannte Symptome zeigte, plötzlich wie ausgewechselt und wirkt ruhig, gelöst und zufrieden, kann dies daran liegen, dass die Person sich entschlossen hat, einen Suizid durchzuführen.
Sollten Sie selbst Suizidgedanken haben oder Sie dies bei einer anderen Person vermuten, steht Ihnen die Telefonseelsorge anonym und kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung: 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222, alternativ können Sie auch den Rettungsdienst (112) oder die Polizei anrufen.
Quelle: www.therapie.de
Trauma / Kritische Lebensereignisse
Schwerwiegende Erlebnisse wie Naturkatastrophen oder Gewalterfahrungen können zu extremem Stress, Hilflosigkeit und Entsetzen führen. Bei unmittelbaren Symptomen wie Betäubtheit, starken Gefühlsschwankungen und starkem körperlichem Stress, spricht man von einer akuten Belastungsreaktion. Diese klingt meist nach kurzer Zeit von alleine wieder ab.
Von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) spricht man, wenn sich die Symptome länger halten. Hier kommt es zu Alpträumen, intensiven, sich aufdrängenden Erinnerungen an das Erlebte, emotionaler Betäubung und Vermeidungsverhalten. Ohne Therapie bleiben diese Symptome oft dauerhaft bestehen.
Quelle: www.therapie.de
Zwänge
Ist der Herd aus? Brennt noch eine Kerze? Diese Gedanken kennt wohl jeder. Doch belastend oder sogar krankheitswertig wird es, wenn der ganze Tagesablauf darauf abgestimmt wird, immer und immer wieder zu kontrollieren, ob irgendetwas nicht der gewünschten Ordnung oder dem geplanten Ablauf entspricht.
Um die Diagnose einer Zwangsstörung stellen zu können, müssen diese Symptome belastend sein und in einer Ausprägung, dass sie die normalen alltäglichen Aktivitäten deutlich beeinträchtigen. Typisch ist außerdem, dass Betroffene sich bewusst sind, dass dies eigene Gedanken oder Impulse sind und dass sie im Grunde absurd sind.
Quelle: www.therapie.de